Freitag, Februar 17 2017

Golf wird spannender?

Neue Turnierformate sind im Moment ein Gesprächsthema in der Golfwelt und zumindest in Deutschland spaltet es auch die Meinungen. Es gibt nicht wenige, die halten das für den Untergang des Abendlandes und lehnen die Abkehr von 18 bzw 72 Loch Zählspiel ab, weil, ja warum nur? Hat man ja schon immer so gemacht....

Wobei immer stimmt ja auch nicht, 18 Loch Zählspiel gibt es in der Form ja auch noch nicht so lange. Wenn man es auf die gesamte Golfgeschichte runter bricht. Erst im 18. Jahrhundert hat sich diese Form etabliert.

Die European-Tour mit ihrem neuen Chef Keith Pelley, will einiges anders machen und vor allem auch für mehr Zuschauer sorgen. Das man das nicht mit einem jetzt etablierten Turniermodus erreicht, kann man sich ja vorstellen. Denn wenn 72 Loch Zählspiel so spannend wären, würden es ja mehr sehen. Selbst Golfer geben zu, sich fast keine Golfturniere anzusehen - außer? Ja genau, es gibt da ein Turnier was da heraus sticht. Der Ryder Cup, ein Turnier wo Golfer gegen Golfer antreten und man auch mal etwas wie einen direkten Schlagabtausch sehen und erleben kann.

Die Eureopean Tour kopiert jetzt den Ryder Cup nicht einfach sondern startet dieses Jahr mit "erst einmal" zwei neuen Formaten. Im Moment wird in Perth/Australien das World Super 6 ausgetragen (unter Twitter mit dem Hash Tag #WS6Perth zu finden). Hier gibt es eine Vorrunde und das Finale wird in einem 6 Loch Matchplay ausgetragen. Ein Fazit gibt es bisher noch nicht, da wir uns noch in der Vorrunde befinden. GolfPost.de hat dazu auch schon einen Beitrag geschrieben...

Das zweite neue Format, was Pelley auf den Weg bringt, ist GolfSixes. Dabei handelt es sich um ein Team Turnier. GolfPost schreibt dazu, das es sich um ein Champions-League-Format handelt. Ich habe von Fußball keine Ahnung aber für mich hören sich dei Pläne schon mal recht Spannend an. Dieses Format wird im Moment von der ET selbst getragen, da es dafür keine Sponsoren gibt. Auch hier sehe ich den Willen der ET, das etwas getan werden muss und wenn sich keiner findet, dann macht man es eben allein.

Ich drücke beiden Formaten die Daumen und warte mal die Ergebnisse ab. Ggf sehen wir ja im nächsten Jahr noch ein oder zwei Formate die leicht abgewandelt sind. Gut finde ich, das sich die Tour selber dahinter klemmt und diese Turniere ausrichtet und somit unterstützt. Denn es gab schon vorher Versuche, Golf spannder zu machen, die aber aufgrund von diversen Gründen wieder verschwunden sind. Ein Beispiel ist da PowerPlay Golf, welches spannende Ansätze hatte aber eben keine Öffentlichkeit und somit Unterstützung gefunden hat.

Sicherlich könnte ich an beiden Formaten auch noch was Vorschlagen bzw "verbessern" aber Keith Pelley hat mich leider nicht gefragt. Warten wir ab und vor allem, Interessieren wir uns für die neuen Formate. Denn wenn wir es nicht tun, dann bleibt es beim 72 Loch Einheitsbrei und nichts ändert sich.

Ach so, Keith Pelley und seine Organisatoren haben ein faible für Feuer und Pyrotechnik. Das finde ich dann doch selber ein wenig to much aber, ich will ja nicht rum mäkeln...

Donnerstag, Februar 16 2017

Spieltgolf.de hat eine spannende Geschichte um den Heavy Club für euch

Und damit ist kein Club zum Party machen gemeint, sondern ein Golfschläger. Mit diesem sogennten Model sollen anscheinend in sehr vielen Ländern Menschen über den Tisch gezogen werden und nach den recherchen von Spieltgolf.de handelt es sich wohl um groß angelegten Betrug.

Ich bitte euch, geht auf Spieltgolf.de und lest euch die Geschichte durch. Diese kann man auch in englisch lesen. Wer kann, teilt die in euren Netzwerken und bewahrt andere davor, ihr Geld sinnlos weg zu schmeißen.

Montag, Februar 6 2017

Reaktion auf das - Golf Journal Essay, Heft #2 Februar 2017 - Teil 3

Kommen wir mal zum dritten teil meiner Einlassung auf das Essay im Golf Journal vom Februar 2017.

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Mal abgesehen, das ich nicht mit allem was der DGV verzapft, einverstanden bin, aber auch diese haben im Nachhinein gesagt, das man sich auch gemischte Doppel für Olympia vorstellen kann. Was soll denn daran auch schlimm sein? Den im Artikel bemerkten Micky-Maus-Format, kann man sehr wohl etwas abgewinnen. Denn spielen müssen alle den Platz und somit sind die Leistungen untereinander schon vergleichbar. Dabei ist die Wahl der Abschläge unerheblich, da eben alle nach dem Muster abschlagen müssen.

Was langweilig ist an 72 Loch Zählspiel? Der Autor muss sich nur mal in jedem Club umhören, wer sich das denn alles ansehen will. So viele sind das gar nicht. Die Zuschauerzahlen steigen aber, wenn es um Matchplay wie im RyderCup Modus geht. Da geht also doch was.

Und machen wir uns mal nichts vor, bei den Männern zu Olympia war es ja noch spannend aber be iden Frauen schon nicht mehr. Wo soll auch Spannung herkommen, wenn die Platzierten sich nicht mehr überholen können? Dabei ist es unerheblich ob dann Rory McIlroy oder Martin Kaymer noch spielen.


Kommen wir zum  10. und letzten Punkt am Essay, an dem ich mich reibe.

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Golf kann sehr wohl ein Breitensport sein. Wie das geht? Dann soll der Autor mal nach UK sehen, denn da gibt es ihn schon.

Kommen wir mal noch zur Spielerbasis zurück. Wie Claus Kobold in der letzten Jahrestatisik schon sagte, es spielen in Deutschland 643.000 Menschen Golf und zwar als Clubmitglieder. Das ist in Deutschland auch die einzigste Möglichkeit offiziell als Golfer wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Trotzdem weist C. Kobold darauf hin, das es noch 954.000 Menschen gibt, die Golf spielen aber nicht in deren Statistik auftauchen. Weiterhin weisen ältere Studien auf ein Potential von ca 4 Millionen Menschen hin, die sich für Golf interessieren (das habe ich in einem älteren Beitrag schon beschrieben).

Golf könnte in Deutschland sehr wohl ein Breitensport sein, man muss nur mal aufhören von Golf im Korsett eines Golfclubs zu denken und zu handeln.

Hört auf, alles klein zu reden. Hört auf, immer auf irgend welche Traditionen zu pochen.

Golf ist nichts besonders, sonder nur eine weitere Interessante Sportart und nicht leicher oder schwerer als Bogenschießen, Curling, Bowl und was es noch alles für Klasse Sportarten gibt. Jede hat seine ganz eigenen Herausforderungen.

Schlimm genug, das wir gerade in einem Zeitalter leben, wo man alles einmauern und am liebsten die Zeit zurück drehen will.

Seht verdammt noch mal positiv in die Zukunft und behaltet eure Schwarzmalerei für euch. Ihr versaut anderen mit eurem Reaktionismus nur den Tag und somit vielleicht auch das Golfspielen.


Linkliste:

Abschlag: Auf dem Grafenhof ist Golf fast Volkssport

Skåne: Hier ist Golf Volkssport

Golf für alle - Golf für jedermann - Golf als Volkssport

Die weiteren Artikel könnt ihr euch selber unter dem Stichwort "Golf als Volkssport" raus suchen und dann lesen...

Matchplay Cup 2017 - Start in die 3. Saison

Auch dieses Jahr soll es wieder einen Matchplay Cup geben und das schon in die 3. Saison. Was Matchplay ist, muss ich euch ja nicht erst erzählen.

Dieser Matchplay Cup ist eine Deutschland Weite Sache und nicht Regional beschränkt. Wenn ihr genaueres Wissen und vor allem, wenn ihr mitmachen wollt, dann empfehle ich euch die Webseite des Matchplay Cup und die Unterseiten. Dort wird euch alles weitere erklärt.

Hier ein kleiner Auszug...

Spannend
Gespielt wird vom 01. April bis 06. August 2017 in einem Ligamodus mit festen Spieltagen innerhalb eines Zeitraums von 6 Wochen, wobei jede Liga 4 Golfer umfasst.
Das Besondere ist, dass die Matches entweder über 9-Loch oder 18-Loch absolviert werden können. Hierzu einigen sich die Spieler untereinander.
Die Gruppensieger qualifizieren sich für das Saisonfinale und zocken um den ganz großen Pott.

 

Alles weitere und Infos bekommt ihr auf dieser Unterseite des Matchplay Cup. Dazu gibt es noch ein FAQ usw.

 

Wer noch den Bericht des Saisonfinales 2016 lesen möchte, folgt einfach diesem link. Danke, das es auch solche privaten Initiativen von Menschen gibt und die Golf lieben.

Donnerstag, Februar 2 2017

Reaktion auf das - Golf Journal Essay, Heft #2 Februar 2017 - Teil 2

Kommen wir Heute zum zweiten teil meiner Auseinandersetzung mit dem Golf Journal Essay aus dem Heft #2 Februar 2017

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Das es in Deutschland keinen Platz gibt, dem wiederspricht sogar der DGV Präsident Claus Kobold in seinem SWR Interview vom 5.8.2015. In nicht mal 2 jahren, wird Deutschland doch wohl nicht einen so großen Flächenverlust erlitten haben.
Wer nicht lange suchen will im Beitrag, ab ca Minute 12 kann man sich die passage anhören. Ich werde es als Transcript noch mit anfügen.

Thomas Ihm Ja wie viele Golfplätze sollst dann in Deutschland geben damit man,
in 10-15 Minuten den nächsten Platz erreichen kann hat das Land überhaupt so viel Platz für so viel Golfplätze? Das ist jetzt eine Spekulative Frage.

[13:06] Claus Kobold Das Land hat genügend Platz. Natürlich haben wir das Problem, dass bauaufsichtlich da einige Hürde da sind. Aber, gerade durch ein Programm wie Golf und Natur haben wir eine Akzeptanz bei den Behörden geschaffen weil einfach klar ist, dass hier nicht wild
gebaggert und gesät und geeggt wird, sondern......

Es gibt in Deutschland genügend Brachflächen, auf denen man ohne viel Arbeit einen 6 oder 9 Loch Platz unterbekommen kann, wie es ihn zu hunderten auf den britischen Inseln gibt. Man muss aus diesen auch keine Nobelplätze machen, sondern nur eine gemähte Fläche zum Golf spielen. Wer dann mehr will, kann dann immer noch zu den Clubs wandern. Aber man schafft erst einmal den Anfang und Grundlagen um die Akzeptanz von Golf in Deutschland zu erhöhen.

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Was wurde denn am Golfen "Unkompliziert" gemacht in den letzten 5 - 10 Jahren? Die Einführung der Hologramme hat sicherlich nicht dazu beigetragen und auch der Mitgliedszwang in Golfclubs, um Golfen gehen zu "dürfen" besteht immer noch. Von welchen Kompromissen schreibt der Autor da? Welcher Zeitgeist wurde denn befriedigt?
Da bleibt uns der Autor die Antwort schuldig.

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Es gibt einen weiteren Punkt, wo der Autor gewaltig irrt. Crossgolf ist cool (je nach dem wie man cool definiert) und da spreche ich ja quasi aus erster Hand. Hat der Autor schon einmal an einem Crossgolf Turnier teilgenommen?

Ich spreche hiermit an den Autor eine Einladung zum Qualifikationsturnier und inoffiziellen Deutschen Crossgolf Meisterschaft

am 29. April 2017 in Mannheim aus.

Und gern kann er unter den Anwesenden Crossgolfern mal die Frage stellen, wer denn inzwischen Golfer geworden ist und auch diese blöde Platzreife gemacht hat.

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Da sind wir mal beide einer Meinung. Das hat nichts mit Golf an sich zu tun und ist eine Unart wo Golf sein Image (Sport der Reichen und Schönen) zum Teil auch noch pflegt. Ich verweise hier noch mal auf die obige Einladung Frau/Herr Autor, komm nach Mannheim.

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Ich sage nur: brrrrrr
Das hat NICHTS mit Golf zu tun. Und, jede dieser Veranstaltungen ist ein weitere Nagel um das miese Image über Golf zu festigen. Negativ kommt noch dazu, das es quasi keine Golf Sport Berichterstattung gibt. Und den Schuh müssen sich so ziemlich alle Golfclubs und Verantwortlichen anziehen. Jeder Dorf Fußballverein bekomtm mehr Tagespresse als ein Golfclub.
Und das sich die Yellow Press dann auf die vermeintlich Reichen und Schönen stürzt und das als Golf-Presse durchgeht, traurig.

Mittwoch, Februar 1 2017

Reaktion auf das - Golf Journal Essay, Heft #2 Februar 2017 - Teil 1

In der Februar Ausgabe des Golf Journal ist ein Essay über Golf abgedruckt, das ich gelesen und den Kopf drüber geschüttelt habe. Ein Essay verstehe ich auch als Diskussionsgrundlage und versuche mich daran mal abzuarbeiten bzw. meien Sicht auf die gleichen Dinge zu werfen. Dabei ist es nicht verwunderlich, das ich zu anderen Ansichten neige, sonst würde hier jetzt dazu nichts stehen. ;)

Der Autor kommt in den ersten Zeilen gleich zu den "Neuerungen", die es im deutschen Golf gibt bzw eingeführt werden sollen/können.

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Zu Schulgolf kann ich nicht viel sagen, sehe da aber schon Strukturelle Probleme was das betrifft. Ich glaube das es in D kaum einen Golfplatz gibt, der nicht in der Pampa liegt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Oder noch besser wie in UK, einfach im Ort und somit Teil der Gesellschaft ist.

Schnupperkurse, 9-Loch Turniere und Kurzplätze, diese drei Punkte wurden doch ausdrücklich vom DGV als positiv und als Erfolg betitelt.

Golf-Spaßevents und große Löcher, das sind doch Aktionen, um die Golfer zu halten, die schon längst auf der Anlage sind. Neue Golfer wirbt man damit nicht, warum auch?

Das Thema Kleiderordnung ist immer noch nicht durch. So lange Golfer, anderen Menschen "vorschreiben" wollen, was diese als Bequem empfinden sollen. So lange wird das auch weiter ein Problem bleiben.

Der Schreiber kommt zu dem Ergebnis: Mager. Würde ich auch kommen, wenn ich Äpfel mit Birnen vergleiche. Aber machen wir mal weiter im Text.....

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Der Schreiber möchte uns allen Vermitteln, das wir wieder konservativer sein müssen im Golf.
Golf ist ein anderer Sport, genau deswegen ist Golf in D ja das was es ist.
Golf ist genau so wie jede andere Sportart eine Herausforderung, oder gibt es in den anderen Sportarten automatisch einen "Besten", weil er schon mal "Bester" war? bekommt dieser "Bester" automatisch immer den Preis? Nein, in jeder Sportart muss man besser werden oder es zumindest versuchen.
Warum nicht einen Kontrapunkt setzen? schreibt der Autor. Weil es schon als Elitär, teuer und langweilg angesehen wird. Im Umkehrschluss würde das ja bedeuten, der Autor wünscht sich solche Zustände oder eine Verstärkung.

Wo biedert sich denn Golf dem Zeitgeist an, wie sieht das aus? Das genau erklärt uns der Autor nicht. Wobei ich darauf schon gespannt bin, was der "Zeitgeist" von Golf verlangt und Golf in Deutschland nicht schaffen kann.
Wieso soll Golf nicht auch ein Trend werden? Natürlich ist es schwer und zwar genau aus diesen Gründen, die Golf in Deutschland so fesseln. Und da gehört das Engstirnige und das beharren auf Traditionen dazu. Wer Traditionen als Bibel vor sich her trägt und nicht bereit ist über den Tellererrand zu sehen und bereit ist sich anzupassen, wird mit der Zeit allein bleiben. Wer kann denn behaupten, das sich Traditionen nicht auch ändern können? Wie lange gibt es denn schon die "Tradition" der 18 Löcher? Haben die alten Schotten im 15. Jahrhundert auch nur 18 Loch gespielt und jeden der weniger spielt verachtet?

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Golf verliert Golfer in den Länder die Golf ganz locker sehen. Da hat der Autor sicherlich recht aber man muss sich dazu auch die Datenbasis ansehen.
Ich gehe mal davon aus, das der Autor da auf die USA anspielt. Die Golferanzahl wird für die USA mit ca 25 Millonen angesehen, in Deutschland sind es 643.000. Rechnet man das auf die Bevölkerung um, dann spielen in den USA ca 10% und in Deutschland ca 0,7% Golf.
Wenn in USA 1 Million aufhören mit Golf ist das als Zahl schon viel, relativiert sich aber durch die hohe Gesamtzahl an Golfern. Somit taugt das Beispiel gar nicht zur Untermauerung seiner These.

Und dann kommt das Thema Kleiderordnung! Dem Autor schmecken Jeans nicht als Bekleidung zum Golfen. Hey, das sind deine Befindlichkeiten. Kümmere dich um dein Spiel und nicht um anderer Leute Beinkleider.

Dann wird der lockere Umgang mit den Regeln mokiert, auch das gibt es in Deutschland. Wen juckt es, wenn ich auf einer privaten Runde oder mit Freunden 20 Schläge bis zum Loch brauche (so lange ich niemanden aufhalte)?
Wen stört es, wenn ich den Ball aus den Rough raus lege auf einer Freizeitrunde?
So was impliziert doch nicht, das ich dann bei Turnieren bescheiße.

Kommen wir zum letzten Punkt für Heute. In Großbritanien wächst die Zahl der Golfer und auch der Mitglieder wieder.
Ja, auch da hat der Autor recht. Nur ziehe ich andere Schlüsse als dieser. Meines erachtens sind die Zuwächse nicht darauf zurück zu führen, das Golf in Großbritannien "formaler" betrieben wird als in Deutschland. Golfen ist in UK mehr ein Volkssport als in Deutschland.
Golfplätze liegen in der Regel am, wenn nicht sogar in den Orten und somit schnell und einfach zu erreichen.
Golfen ist in UK wesentlich Preiswerter als in Deutschland.
Mitgliedschaften sind in UK wesentlich Preiswerter als in Deutschland (Nobelclubs mal ausgenommen).
Es gibt in Uk wesentlich mehr Möglichkeiten golfen zu gehen, da Golfplätze in ausreichender Anzahl vorhanden sind.
Man muss zum Golfen in UK in der Regel nicht Mitglied in irgend einem Club sein, man braucht keine Platzreife. Es kann jeder zu einem Platz gehen und spielen. Und das ist etwas, was es so in Deutschland nicht gibt. Sicher kann man das nicht in jedem Club tun aber durch die Dichte der Golfplätze muss ich keine Weltreis machen, um einen Club zu finden, wo ich das kann. Mach das mal nach, deutsches Golf!

Ich werde dazu noch mehr schreiben, aber das soll es für heute gewesen sein.


Linkliste

http://www.golfsportmagazin.de

http://www.egcoa.eu

Freitag, Januar 27 2017

Die Golf Europameisterschaft 2017

Es ist so weit, der Austragungsort für die Crossgolf Europameisterschaft 2017 steht fest. Wir werden in Prag spielen, das wird ein Fest.

Seid drei Jahren spielt die Deutsche Nationalmannschaft in der Top 3 mit und versucht den Titel zu erringen aber es sollte noch nicht sein. Auch wenn es 2016 nur wenige Punkte waren, die uns vom Sieger getrennt haben.

Freuen wir uns auf die neue Chance und die fängt schon im Frühjahr mit dem Quailifikationsturnier in Süddeustchland an. Auch ich werde wieder dabei sein und hoffe dieses mal nicht um ein paar Schläge, an der Teilnahme vorbei zu schrammen. 2016 waren es nur ein paar Schläge, die ich liegen gelassen habe und ich kann euch in Aachen auch genau zeigen, wo das war....

Dienstag, Januar 24 2017

DGV Statistik 2016

Der DGV hat ja am vergangenen Wochenende seine jährliche Golf Entwicklungsstatistik veröffentlicht und die mit Zahlen hinterlegt.

Wie so oft findet man auf den Einschlägigen Seiten fast den kompletten Wortlaut des DGV ohne Zwischenfragen oder eigenen Hintergrundinfos bzw Meinungen. Auf GolfPost.de gibt es dazu wenigstens noch ein Interview mit dem amtierenden DGV Präsident Klaus Kobold zu diesem Thema.

Für meinem dafürhalten ist es das erste mal, das ein DGV Präsident öffentlich zugibt, das es neben den Clubgebundenen Golfern in Deutschland noch mehr Golfer gibt. Von ca 4 Millionen Golfinteressierten, wurde ja früher schon mal gesprochen. Auf GolfPost.de spricht er von ca 100.000 Menschen, die im weitesten Sinne auch Golfer sind.

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GolfPost_DGV_Interview_Golfer_in_Deutschland, Jan. 2017

Quelle: http://www.golfpost.de/interview-claus-kobold-deutscher-golf-verband-jahres-pressekonferenz-2017-golf-mitten-ins-glueck-gemeinsam-golfen-2017-7777257054

Auf Golf.de sind die Zahlen noch konkreter ausgeführt, dort werden die Mitglieder mit 643.000 angegeben (die genaueren Zahlen könnt ihr euch in der oben verlinkten DGV PDF ansehen). Darin sind die 22.709 VcG (Vereinigung clubfreier Golfspieler) Mitglieder schon enthalten. Der DGV und die VcG hat nach den Ergebnissen einer selbst in Auftrag gegebenen Studie erfahren, das das Potential der Golfer in Deutschland wesentlich größer ist. Mit 954.000 Menschen, die keinem Club angehören, ist das die deutlich größer Gruppe im deutschen Golf.

Das würde im Umkehrschluss auch bedeuten, das hier eine kleine Gruppe den Zugang zu Golf in Deutschland reguliert, kontrolliert und einer Mehrheit vorschreiben will, wie Golf in Deutschland zu funktionieren hat.

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Golf.de_Pressetext, Jan. 2017

Quelle: http://www.golf.de/publish/dgv-services/golfmarkt/statistiken/60111556/groesstes-wachstum-seit-vier-jahren

Ein weiterer Punkt der mir sauer aufstößt ist die DGV Zielgruppe. Im Jahr 2015/2016 gab es eine DGV-Werbekampagne, die mit „viel“ Geld, neue zahlende Mitglieder in die Golfclubs bringen sollte.

In § 2 der „Satzung des Deutschen Golf Verbandes e. V.“ ist der Zweck wie folgt beschrieben:

1. Der Verband fördert und regelt die Ausübung des Golfsports in der Bundesrepublik Deutschland.

Sicher kann man sagen, das da gefördert wird. Ob diese Art Förderung Nachhaltig ist, wenn man nur auf eine Zielgruppe von 55+ Jahren (SpieltGolf.de) setzt, wage ich zu bezweifeln.
Ähnliches berichtet der Alpengolfer auch in seinem letzten Blogbeitrag über den Umgang der auf der Messe vertretenden Clubs/Resorts mit dem jüngeren Publikum und dem allgemeinen Drumrum „Alter Wein in neuen Schläuchen" in Stuttgart und dabei kommen einem echt die Tränen. Positiv und sich aus der grauen Masse abhebend, wurde die www.0711golfcrew.de erwähnt und das möchte ich an dieser Stelle auch tun. (hier noch einige Gedanken des Soulgolfers dazu)

So bald man „Jung“ ist, scheint man nicht zur Nicht-Zielgruppe zu gehören und man könnte es überspitzt so formulieren: Alte Menschen machen „Golf-Politik“ für alte Menschen.

Im Bereich der 7 bis 14 jährigen, hat der DGV 24.316 Mitglieder, Tendenz seid 2010 fallend. (Quelle DGV Statistiken: http://www.golf.de/publish/dgv-services/golfmarkt/statistiken )
Das was getan werden muss, wird ja allerorten immer wieder bekräftigt aber man liest und hört recht wenig davon.
Mal davon abgesehen, das auch im letzten Jahr die Abgänge fast die Neuzugänge übertroffen haben, ist das nicht befriedigend für einem Verband, der sich als das alleinige Sprachrohr aller Golfer in Deutschland sieht.
Herr Kobold spricht im gleichen GolfPost Interview davon, das: „..., dann ist unser Markt schwierig und vielleicht sogar ausgetrocknet im Sinne größerer Zuwächse als bis jetzt.

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GolfPost_DGV_Interview_Golfer_in_Deutschland_02, Jan. 2017

Quelle: http://www.golfpost.de/interview-claus-kobold-deutscher-golf-verband-jahres-pressekonferenz-2017-golf-mitten-ins-glueck-gemeinsam-golfen-2017-7777257054

Kann es nicht vielmehr sein, das der DGV und die Clubs einen Markt beackern, den kein Kunde haben möchte? Weiter oben sprach Herr Kobold noch von 954.000 Menschen die Golf spielen aber den DGV und die Clubs nicht wollen oder deren jetzige Angebote. Also die weitaus größere Gruppe der Golf interessierten wird von dem aktuellen Verbands-/Clubgeschehen nicht angesprochen.

Ich höre jetzt schon wieder die Rufe, das man ja soooooo viele Öffentliche Anlagen in Deutschland hat, die man ohne Mitgliedschaft spielen kann. Nur, so viele sind das gar nicht. 393 „öffentliche“ Golfplätze führt die Statistik aus (bespielbar ohne Mitgliedschaft). Davon sind aber nur 123 davon bespielbar ohne Platzreife bespielbar. Das ist bedeutet, das nicht mal 1/3 der Anlagen die sich öffentlich nennt auch wirklich Öffentlich sind. Kommen wir dann noch zu der Anzahl der Löcher oder die Länge der Bahnen, dann wird es noch trauriger. Bei vielen kann man den Ball auch werfen, um an die Fahne zu kommen. So was verdient den Begriff Golfplatz einfach nicht.

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Statistik öffentliche_Golfplatze_2016, DGV, Jan. 2017

Wenn man sich die wenigen Kritischen Stimmen im Internet zum Thema Golf mal durchliest, könnte man zum Zustand Golf in Deutschland nur heulen. Gäbe es da nicht unzählige Aktionen kleiner Gruppen, die Golf in Deutschland anders sehen wie die Stuttgarter 0711-GOLFCREW oder die unzähligen Crossgolf Crews und vereine, die in meinen Augen mehr für das Image von Golf in Deutschland machen, als alle Verbände zusammen. 

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Mitglieder_und_Anlagen_Statistik, Jan. 2017

Es gibt nicht zu wenig Golfer in Deutschland, es gibt nur nicht die richtigen Angebote für Menschen die Golf spielen wollen und das ist ein selbstgemachtes Problem.


Nachtrag:

Heute bringt GolfPost.de selber noch eine eigene Analyse zu den DGV Zahlen des Golf Wachstums...

Freitag, Januar 20 2017

Golf Promo Material

Hat jemand von meinen nicht vorhandenen Lesern des Blogs schon einmal bei Firmen versucht Promo Material anzufordern?

Ich bin ja recht umtriebig was das angeht und versuche immer wieder etwas neues für unsere Crossgolf Turniere zu organisieren. Da bleibt es nicht aus, das man dieverse Firmen und hersteller anschreibt und versucht mit denen in Kontakt zu treten. Leider ist Golf/Crossgolf auch ein Sport der, was Hardware angeht, bei Neuware recht Hochpreisig sein kann. Unsere Anfragen landen da wohl meist in der Runden Ablage, da wir ja im Bereich Crossgolf ja noch mal einen kleineren Bereich abdecken.

Würde ich da im Bereich beauty was Online machen (zumindest was man da bei YouTube sieht), würden wir sicher mit Material zugeschissen werden. So schmoren wir aber weiter im eigenen Saft.

Heute habe ich für unseren Crossgolf Verein eine neue Anfrage an eine Firma geschrieben, die sich mit "Transport" befasst. Die Firma ist noch recht jung und auch ihr Produkt ist eigentlich recht Hip, auch wenn ihr neues Werbevideo auch älteres Publikum anspricht.

Ich bin mal ganz gespannt, ob sich da ein kontakt und daraus eine Synergie ergeben wird.

Wie sind eigentlich eure Erfahrungen im Bereich mit Firmen und gemeinsame Aktionen?

Ach so, ich vergaß. Ich habe ja keine Leser....

 

Mittwoch, Januar 18 2017

Reha auf dem Golfplatz

Den Golfball fliegen lassen udn das unter Ärztlicher Aufsicht. Auch so kann man neue Menschen den Golfsport näher bringen udn verbindet damit gleich noch "Gesund werden" mit Golf und findet da sicher auch Dankbare Menschen, die durch diese sportliche Tätigkeit wieder mehr Sinn sehen, an sich und für die gesundheit zu arbeiten.

Das Video steht in der rbb Mediathek und wird sicher leider bald wieder gelöscht (wie ich den Scheß hasse mit dem löschen). Also los und schaut euch das Video an, so lange es noch zu sehen ist.

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