Montag, Februar 6 2017

Reaktion auf das - Golf Journal Essay, Heft #2 Februar 2017 - Teil 3

Kommen wir mal zum dritten teil meiner Einlassung auf das Essay im Golf Journal vom Februar 2017.

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Mal abgesehen, das ich nicht mit allem was der DGV verzapft, einverstanden bin, aber auch diese haben im Nachhinein gesagt, das man sich auch gemischte Doppel für Olympia vorstellen kann. Was soll denn daran auch schlimm sein? Den im Artikel bemerkten Micky-Maus-Format, kann man sehr wohl etwas abgewinnen. Denn spielen müssen alle den Platz und somit sind die Leistungen untereinander schon vergleichbar. Dabei ist die Wahl der Abschläge unerheblich, da eben alle nach dem Muster abschlagen müssen.

Was langweilig ist an 72 Loch Zählspiel? Der Autor muss sich nur mal in jedem Club umhören, wer sich das denn alles ansehen will. So viele sind das gar nicht. Die Zuschauerzahlen steigen aber, wenn es um Matchplay wie im RyderCup Modus geht. Da geht also doch was.

Und machen wir uns mal nichts vor, bei den Männern zu Olympia war es ja noch spannend aber be iden Frauen schon nicht mehr. Wo soll auch Spannung herkommen, wenn die Platzierten sich nicht mehr überholen können? Dabei ist es unerheblich ob dann Rory McIlroy oder Martin Kaymer noch spielen.


Kommen wir zum  10. und letzten Punkt am Essay, an dem ich mich reibe.

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Golf kann sehr wohl ein Breitensport sein. Wie das geht? Dann soll der Autor mal nach UK sehen, denn da gibt es ihn schon.

Kommen wir mal noch zur Spielerbasis zurück. Wie Claus Kobold in der letzten Jahrestatisik schon sagte, es spielen in Deutschland 643.000 Menschen Golf und zwar als Clubmitglieder. Das ist in Deutschland auch die einzigste Möglichkeit offiziell als Golfer wahrgenommen und akzeptiert zu werden. Trotzdem weist C. Kobold darauf hin, das es noch 954.000 Menschen gibt, die Golf spielen aber nicht in deren Statistik auftauchen. Weiterhin weisen ältere Studien auf ein Potential von ca 4 Millionen Menschen hin, die sich für Golf interessieren (das habe ich in einem älteren Beitrag schon beschrieben).

Golf könnte in Deutschland sehr wohl ein Breitensport sein, man muss nur mal aufhören von Golf im Korsett eines Golfclubs zu denken und zu handeln.

Hört auf, alles klein zu reden. Hört auf, immer auf irgend welche Traditionen zu pochen.

Golf ist nichts besonders, sonder nur eine weitere Interessante Sportart und nicht leicher oder schwerer als Bogenschießen, Curling, Bowl und was es noch alles für Klasse Sportarten gibt. Jede hat seine ganz eigenen Herausforderungen.

Schlimm genug, das wir gerade in einem Zeitalter leben, wo man alles einmauern und am liebsten die Zeit zurück drehen will.

Seht verdammt noch mal positiv in die Zukunft und behaltet eure Schwarzmalerei für euch. Ihr versaut anderen mit eurem Reaktionismus nur den Tag und somit vielleicht auch das Golfspielen.


Linkliste:

Abschlag: Auf dem Grafenhof ist Golf fast Volkssport

Skåne: Hier ist Golf Volkssport

Golf für alle - Golf für jedermann - Golf als Volkssport

Die weiteren Artikel könnt ihr euch selber unter dem Stichwort "Golf als Volkssport" raus suchen und dann lesen...

Donnerstag, Februar 2 2017

Reaktion auf das - Golf Journal Essay, Heft #2 Februar 2017 - Teil 2

Kommen wir Heute zum zweiten teil meiner Auseinandersetzung mit dem Golf Journal Essay aus dem Heft #2 Februar 2017

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Das es in Deutschland keinen Platz gibt, dem wiederspricht sogar der DGV Präsident Claus Kobold in seinem SWR Interview vom 5.8.2015. In nicht mal 2 jahren, wird Deutschland doch wohl nicht einen so großen Flächenverlust erlitten haben.
Wer nicht lange suchen will im Beitrag, ab ca Minute 12 kann man sich die passage anhören. Ich werde es als Transcript noch mit anfügen.

Thomas Ihm Ja wie viele Golfplätze sollst dann in Deutschland geben damit man,
in 10-15 Minuten den nächsten Platz erreichen kann hat das Land überhaupt so viel Platz für so viel Golfplätze? Das ist jetzt eine Spekulative Frage.

[13:06] Claus Kobold Das Land hat genügend Platz. Natürlich haben wir das Problem, dass bauaufsichtlich da einige Hürde da sind. Aber, gerade durch ein Programm wie Golf und Natur haben wir eine Akzeptanz bei den Behörden geschaffen weil einfach klar ist, dass hier nicht wild
gebaggert und gesät und geeggt wird, sondern......

Es gibt in Deutschland genügend Brachflächen, auf denen man ohne viel Arbeit einen 6 oder 9 Loch Platz unterbekommen kann, wie es ihn zu hunderten auf den britischen Inseln gibt. Man muss aus diesen auch keine Nobelplätze machen, sondern nur eine gemähte Fläche zum Golf spielen. Wer dann mehr will, kann dann immer noch zu den Clubs wandern. Aber man schafft erst einmal den Anfang und Grundlagen um die Akzeptanz von Golf in Deutschland zu erhöhen.

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Was wurde denn am Golfen "Unkompliziert" gemacht in den letzten 5 - 10 Jahren? Die Einführung der Hologramme hat sicherlich nicht dazu beigetragen und auch der Mitgliedszwang in Golfclubs, um Golfen gehen zu "dürfen" besteht immer noch. Von welchen Kompromissen schreibt der Autor da? Welcher Zeitgeist wurde denn befriedigt?
Da bleibt uns der Autor die Antwort schuldig.

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Es gibt einen weiteren Punkt, wo der Autor gewaltig irrt. Crossgolf ist cool (je nach dem wie man cool definiert) und da spreche ich ja quasi aus erster Hand. Hat der Autor schon einmal an einem Crossgolf Turnier teilgenommen?

Ich spreche hiermit an den Autor eine Einladung zum Qualifikationsturnier und inoffiziellen Deutschen Crossgolf Meisterschaft

am 29. April 2017 in Mannheim aus.

Und gern kann er unter den Anwesenden Crossgolfern mal die Frage stellen, wer denn inzwischen Golfer geworden ist und auch diese blöde Platzreife gemacht hat.

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Da sind wir mal beide einer Meinung. Das hat nichts mit Golf an sich zu tun und ist eine Unart wo Golf sein Image (Sport der Reichen und Schönen) zum Teil auch noch pflegt. Ich verweise hier noch mal auf die obige Einladung Frau/Herr Autor, komm nach Mannheim.

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Ich sage nur: brrrrrr
Das hat NICHTS mit Golf zu tun. Und, jede dieser Veranstaltungen ist ein weitere Nagel um das miese Image über Golf zu festigen. Negativ kommt noch dazu, das es quasi keine Golf Sport Berichterstattung gibt. Und den Schuh müssen sich so ziemlich alle Golfclubs und Verantwortlichen anziehen. Jeder Dorf Fußballverein bekomtm mehr Tagespresse als ein Golfclub.
Und das sich die Yellow Press dann auf die vermeintlich Reichen und Schönen stürzt und das als Golf-Presse durchgeht, traurig.

Mittwoch, Februar 1 2017

Reaktion auf das - Golf Journal Essay, Heft #2 Februar 2017 - Teil 1

In der Februar Ausgabe des Golf Journal ist ein Essay über Golf abgedruckt, das ich gelesen und den Kopf drüber geschüttelt habe. Ein Essay verstehe ich auch als Diskussionsgrundlage und versuche mich daran mal abzuarbeiten bzw. meien Sicht auf die gleichen Dinge zu werfen. Dabei ist es nicht verwunderlich, das ich zu anderen Ansichten neige, sonst würde hier jetzt dazu nichts stehen. ;)

Der Autor kommt in den ersten Zeilen gleich zu den "Neuerungen", die es im deutschen Golf gibt bzw eingeführt werden sollen/können.

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Zu Schulgolf kann ich nicht viel sagen, sehe da aber schon Strukturelle Probleme was das betrifft. Ich glaube das es in D kaum einen Golfplatz gibt, der nicht in der Pampa liegt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Oder noch besser wie in UK, einfach im Ort und somit Teil der Gesellschaft ist.

Schnupperkurse, 9-Loch Turniere und Kurzplätze, diese drei Punkte wurden doch ausdrücklich vom DGV als positiv und als Erfolg betitelt.

Golf-Spaßevents und große Löcher, das sind doch Aktionen, um die Golfer zu halten, die schon längst auf der Anlage sind. Neue Golfer wirbt man damit nicht, warum auch?

Das Thema Kleiderordnung ist immer noch nicht durch. So lange Golfer, anderen Menschen "vorschreiben" wollen, was diese als Bequem empfinden sollen. So lange wird das auch weiter ein Problem bleiben.

Der Schreiber kommt zu dem Ergebnis: Mager. Würde ich auch kommen, wenn ich Äpfel mit Birnen vergleiche. Aber machen wir mal weiter im Text.....

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Der Schreiber möchte uns allen Vermitteln, das wir wieder konservativer sein müssen im Golf.
Golf ist ein anderer Sport, genau deswegen ist Golf in D ja das was es ist.
Golf ist genau so wie jede andere Sportart eine Herausforderung, oder gibt es in den anderen Sportarten automatisch einen "Besten", weil er schon mal "Bester" war? bekommt dieser "Bester" automatisch immer den Preis? Nein, in jeder Sportart muss man besser werden oder es zumindest versuchen.
Warum nicht einen Kontrapunkt setzen? schreibt der Autor. Weil es schon als Elitär, teuer und langweilg angesehen wird. Im Umkehrschluss würde das ja bedeuten, der Autor wünscht sich solche Zustände oder eine Verstärkung.

Wo biedert sich denn Golf dem Zeitgeist an, wie sieht das aus? Das genau erklärt uns der Autor nicht. Wobei ich darauf schon gespannt bin, was der "Zeitgeist" von Golf verlangt und Golf in Deutschland nicht schaffen kann.
Wieso soll Golf nicht auch ein Trend werden? Natürlich ist es schwer und zwar genau aus diesen Gründen, die Golf in Deutschland so fesseln. Und da gehört das Engstirnige und das beharren auf Traditionen dazu. Wer Traditionen als Bibel vor sich her trägt und nicht bereit ist über den Tellererrand zu sehen und bereit ist sich anzupassen, wird mit der Zeit allein bleiben. Wer kann denn behaupten, das sich Traditionen nicht auch ändern können? Wie lange gibt es denn schon die "Tradition" der 18 Löcher? Haben die alten Schotten im 15. Jahrhundert auch nur 18 Loch gespielt und jeden der weniger spielt verachtet?

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Golf verliert Golfer in den Länder die Golf ganz locker sehen. Da hat der Autor sicherlich recht aber man muss sich dazu auch die Datenbasis ansehen.
Ich gehe mal davon aus, das der Autor da auf die USA anspielt. Die Golferanzahl wird für die USA mit ca 25 Millonen angesehen, in Deutschland sind es 643.000. Rechnet man das auf die Bevölkerung um, dann spielen in den USA ca 10% und in Deutschland ca 0,7% Golf.
Wenn in USA 1 Million aufhören mit Golf ist das als Zahl schon viel, relativiert sich aber durch die hohe Gesamtzahl an Golfern. Somit taugt das Beispiel gar nicht zur Untermauerung seiner These.

Und dann kommt das Thema Kleiderordnung! Dem Autor schmecken Jeans nicht als Bekleidung zum Golfen. Hey, das sind deine Befindlichkeiten. Kümmere dich um dein Spiel und nicht um anderer Leute Beinkleider.

Dann wird der lockere Umgang mit den Regeln mokiert, auch das gibt es in Deutschland. Wen juckt es, wenn ich auf einer privaten Runde oder mit Freunden 20 Schläge bis zum Loch brauche (so lange ich niemanden aufhalte)?
Wen stört es, wenn ich den Ball aus den Rough raus lege auf einer Freizeitrunde?
So was impliziert doch nicht, das ich dann bei Turnieren bescheiße.

Kommen wir zum letzten Punkt für Heute. In Großbritanien wächst die Zahl der Golfer und auch der Mitglieder wieder.
Ja, auch da hat der Autor recht. Nur ziehe ich andere Schlüsse als dieser. Meines erachtens sind die Zuwächse nicht darauf zurück zu führen, das Golf in Großbritannien "formaler" betrieben wird als in Deutschland. Golfen ist in UK mehr ein Volkssport als in Deutschland.
Golfplätze liegen in der Regel am, wenn nicht sogar in den Orten und somit schnell und einfach zu erreichen.
Golfen ist in UK wesentlich Preiswerter als in Deutschland.
Mitgliedschaften sind in UK wesentlich Preiswerter als in Deutschland (Nobelclubs mal ausgenommen).
Es gibt in Uk wesentlich mehr Möglichkeiten golfen zu gehen, da Golfplätze in ausreichender Anzahl vorhanden sind.
Man muss zum Golfen in UK in der Regel nicht Mitglied in irgend einem Club sein, man braucht keine Platzreife. Es kann jeder zu einem Platz gehen und spielen. Und das ist etwas, was es so in Deutschland nicht gibt. Sicher kann man das nicht in jedem Club tun aber durch die Dichte der Golfplätze muss ich keine Weltreis machen, um einen Club zu finden, wo ich das kann. Mach das mal nach, deutsches Golf!

Ich werde dazu noch mehr schreiben, aber das soll es für heute gewesen sein.


Linkliste

http://www.golfsportmagazin.de

http://www.egcoa.eu